Wie Koreaner das Neujahrsfest „Seollal“ feiern

Der Neujahrstag – Seollal

Seollal ist einer der wichtigsten traditionellen Feiertage in Korea. Das Neujahrsfest (= Seollal 설날) richtet sich nach dem chinesischen Mondkalender und findet dieses Jahr vom 27. – 30. Januar 2017 statt. Obwohl in Südkorea auch der Jahreswechsel zum 1. Januar gefeiert wird, hat das Neujahrsfest für Koreaner eine größere Bedeutung als Silvester. Viele nehmen sich mehrere Tage frei und fahren zu ihrem Heimatort, um gemeinsam mit der ganzen Familie an ihre verstorbenen Vorfahren zu gedenken.

Der Altar

Der Altar zum Gedenken an die verstorbenen Vorfahren

Die Ahnenzeremonie ist koreanische Tradition

Ein traditionelles Ritual ist die Ahnenzeremonie: Auf einer Ahnentafel werden verschiedene koreanische Gerichte für die verstorbenen Angehörigen angerichtet. Die Ahnen werden geehrt, indem sich alle Familienmitglieder vor dem Altar verbeugen. Nach traditionellem Glauben sind Koreaner davon überzeugt, dass die Ahnen an Seollal zu ihnen zurückkehren und das speziell für sie zubereite Essen genießen.

Die Reiskuchensuppe – Ddeoguk

Nach der Zeremonie wird am Neujahrstag die Reiskuchensuppe Ddeokguk (떡국) gegessen. Ddeokguk ist eine Rinderbrühe aus dünnen Scheiben geschnittenen Ddeok (= Reiskuchen) und Eierstreifen. In Korea sagt man, dass man nur durch den Genuss von Ddeokguk am Neujahrstag 1 Jahr älter wird.

Koreanische Reiskuchensuppe

Koreanische Reiskuchensuppe – Ddeokguk

Die tiefe Verbeugung – Sebae

Ein weiteres traditionelles Ritual ist die tiefe Verbeugung (= Sebae 세배) der jüngeren Generation vor den älteren Verwandten. Damit wird der Respekt vor den Älteren ausgedrückt. Die Eltern bzw. Großeltern geben den Kindern / Enkelkindern ihren Segen und ein Geldgeschenk, was besonders bei Kindern gut ankommt. Seollal gehört zu den Feiertagen, an dem Koreaner ihre koreanische Tracht (Hanbok) anziehen. Am Neujahrsfest verbringen Koreaner viel Zeit mit ihren Familien, genießen das große Feiertagsessen und spielen traditionelle Spiele zusammen mit den Kindern.

Bildquelle: http://bit.ly/1n3fYlJ

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